Manchmal bin ich sprachlos…

Es gibt Zeiten, in denen ich mir dermaßen enttäuscht und benutzt vorkomme, dass ich nicht mehr in der Lage bin, meine Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen…..

Das macht mich dann manchmal so sprachlos, dass ich auch nichts mehr zu Papier bringen kann. Ich bin in meinen Berichten sehr offen, was meine Gefühle über Freude und Leid betrifft. Ich bin oft so mitteilsam und überschwänglich , dass ich gerne alle unsere Leser daran teilhaben lassen will, was mein Herz aus Freude zu Tränen rührt und was meine Seele zutiefst verletzt.

Darum möchte ich mich heute endlich äußern über die letzte Zeit, die eigentlich Freude, Zuversicht und tiefe Genugtuung enthalten sollte , dass unsere Arbeit  , notleidenden Tieren zu helfen, in anderen Dimensionen stattfinden würde, da endlich die Voraussetzungen dafür da gewesen wären, noch mehr zu tun, als bisher.

Diese meine,  und unsere Hoffnungen haben sich nicht verwirklichen lassen,  und der Weg, der vielen Tieren ins Licht hätte verhelfen können, erwies sich als nicht begehbar…

Es gibt immer wieder Menschen, die ihre eigenen Wünsche, Träume und Vorstellungen verwirklichen wollen, in dem sie Andere als sogenannte Trägersubstanz  soweit hinein beziehen, dass eine psychische Abhängigkeit entsteht, aus der sie sich nicht mehr lösen können. 

Werden diese Menschen dann damit konfrontiert, dass es sich bei ihrer angeblich sozialen Handlungsweise  nicht um Wohltätigkeit, sondern um Profitsucht und  keineswegs um die Hilfe dreht, die WIR unter Tierschutz verstehen, versucht man über die eigenen Unzulänglichkeiten hinwegzutäuschen, in dem man versucht, Denen alles kaputt zu machen, die eigentlich nur ihrer Bestimmung nachgehen wollten,  und denen ein Tierleid wirklich etwas bedeutet. Die ausgeübte Bösartigkeit kennt dabei keine Grenzen.

Ohne viel auf Einzelheiten einzugehen, da es traurig genug ist, was sich die letzten drei Wochen abgespielt hat , möchte ich hiermit bekannt geben,

dass wir wieder auf der Suche sind, und dass der Traum einer neuen Tierherberge geplatzt ist, wie eine Seifenblase.

Zum Teil sitzen unsere Tiere nun in einer Pension und unsere tapferere Frontfrau Nadja musste die Hilfe der Polizei in Anspruch nehmen, um die eigenen und die Rechte der Tiere zu wahren.

Dies alles, weil jemand meinte, den Schalter aus eigener Enttäuschung umlegen zu müssen , was dann statt Wohlwollen und Verständnis, plötzlich Ablehnung und Misstrauen zur Folge hatte.

Zwar soll jetzt alles von allen Seiten wieder schön geredet werden, denn keiner hat ja Schuld und niemand hat das ja  so gewollt und schon gar nichts gesagt , aber unterm Strich bleibt für Nadja und mich die  Erfahrung, dass das gesprochene Wort nichts mehr wert ist, und dass Aggressionen an denen ausgetragen wurden, die überhaupt nichts dafür konnten, nämlich an unseren Tieren.

Mit Fußtritten wurden sie aus dem Haus gejagt, weil man Panik bekommen hatte , dass die eh schon heruntergekommenen Räumlichkeiten , Schaden durch die Tiere nehmen könnten – und das wohlgemerkt bereits nach 2 Tagen.

Obwohl zwischenzeitlich Einlenkungsversuche in Gang gekommen sind , werden wir dort nicht bleiben. Wer unsere Tiere nicht haben will, der braucht auch am Tierschutz nicht zu profitieren, in dem man jeden Monat Geld
( und nicht zu wenig ) einstreicht für einen Hof, den eigentlich niemand haben will, und schon gar nicht zu diesem Preis.

Wieder einmal musste ich erleben, dass wir Tierschützer eigentlich den Menschen 2. Klasse zuzuordnen sind.

Wir machen schon aus Gründen, dass unsere Kategorie Mensch dem Auge des „ normalen „ Bürgers nicht gewachsen sein könnte, Kompromisse und Zugeständnisse, wo Andere darüber den Kopf schütteln würden.

Fast unterwürfig müssen wir uns auf Halbherzigkeiten einlassen und denen die Füße küssen, die in ihrem ganzen Leben nur eines gemacht haben, nämlich – außer einer gelegentlichen Spende um sich ein gutes Gewissen zu kaufen – an sich selbst zu denken.

Wenn man schon nur dem eigenen Egoismus frönt und sein Leben nur dann genießen kann, wenn es in allen Nuancen den eigenen Ansprüchen angepasst ist, dann sollte man vor Denen wenigstens den nötigen  Respekt haben, die sich tagtäglich nicht zu schade sind, die eigenen Bedürfnisse weit hinten an zu stellen, um die Arbeit zu machen, für die sich solche Ich-Menschen zu schade sind.

Ja, diese Arbeit ist mit Dreck und manchmal  auch mit Gerüchen behaftet, die den verwöhnten Nasen anderer Menschen wahrscheinlich nicht gefallen würden.

Ja, unser Leben spielt sich in anderen Bereichen ab, wir haben andere Werte und ein Highlight unseres Lebens braucht nicht der Urlaub in der Karibik zu sein, sondern  ist vielleicht dann, wenn ein Hund der dem Tode näher als dem Leben war, das erste Mal wieder frisst und dankbar ob der Fürsorge,  seinen Kopf in unseren Schoss legt.

Unsere Sorgen beinhalten nicht, ob wir rechtzeitig einen Friseurtermin vor irgendeinem Event erhalten, und ob die Handtasche die im Schaufenster des Nobelgeschäftes liegt, hoffentlich morgen auch noch dort sein wird.

Unsere Sorgen gestalten sich darum, ob wir morgen genug Futter haben, um unsere Tiere zu ernähren und sie gehören all denen, denen wir nicht oder noch nicht helfen konnten, deren Augen aber tief in unsere Herzen gebrannt sind, und die auch nicht verschwinden, wenn wir die Augen zu machen.

Unsere Träume drehen sich nicht um die Dinge des Lebens, die vielleicht für andere Menschen angenehm und erstrebenswert sind.

Wir träumen davon, dass wir noch mehr helfen können, dass uns die Kraft nicht ausgeht, dass es uns verziehen wird, dass wir manchmal Fehler machen,  und dass wir die Verantwortung, die wir übernommen haben, auch weiterhin tragen können.

Das ist die Wahl, die wir in unserem Leben getroffen haben. Ohne Zwang und ohne dazu gedrängt worden zu sein.

Einfach aus dem Herzen heraus und von der Liebe zum Tier bestimmt.

Muß man deshalb auf uns herabsehen ?

Muß man deshalb geringschätzig über uns reden, und uns behandeln, als würden wir auf ein Niveau gehören, dass allen anderen Menschen nicht gerecht wird und von dem sich andere Leute „ belästigt „ fühlen ?

Wir müssen uns nicht rechtfertigen für das, was wir tun.

Wir fragen die Anderen ja auch nicht, WARUM sie so sind, wie sie sind.

Wir werden vielleicht in unserem Leben nur von wenigen Gleichgesinnten geachtet und verstanden. Aber diese Brücke ist stärker, beständiger und belastbarer als all die Verbindungen, die nicht von Gleichklang und tiefer innerer Verbundenheit getragen werden.

Wir wissen von vielen unseren treuen Mitgliedern und Gönnern, dass sie uns schätzen und unserer Arbeit vertrauen. Diese Menschen sind zu wahren Weggefährten geworden, die uns darin bestärken und durch ihre Treue möglich machen, weiterhin  stark zu sein, unsere Arbeit zu tun und einfach dem für uns Wesentlichen nachzugehen:

Das Leid der Tiere zu mildern, in dem wir ihnen mit offenen Augen und mit offenem Herzen begegnen und dort helfen, wo die Hilfe am Nötigsten ist !

Danke Euch allen !!!

Wir werden nicht aufgeben, irgendeine Tür wird sich auftun.

Wir haben es den Tieren versprochen und WIR halten unser Versprechen !!!!!

Wir werden auch nicht verzweifeln, wir werden weiter um unseren Traum kämpfen.

Wenn wir auch manchmal soviel Leid erfahren müssen, dass es kaum noch auf unsere Schultern passt, dann wiegt das Glück, das wir durch unsere Arbeit erfahren, doch genauso schwer und gibt uns Mut und Kraft.

Ich wünsch mir noch ganz viel davon !!