In Memoriam……

 

Meine liebe Freundin Gabi , ist letzte Woche ihrem Krebsleiden erlegen.

Eigentlich ist sie an den Folgen einer Chemo-Therapie gestorben, von der sie sich noch einmal erhofft hatte, ihr Leiden zu besiegen.

Das Schicksal wollte es anders…

Gabi war nicht nur eine enge Freundin von mir, sondern auch eine große Tierliebhaberin.

So gab sie vier Hunden eine Heimat, von denen sie zwei davon direkt bei mir eingepackt hat und als ihr Eigen erklärte. In Ihrem Haushalt lebten auch mehrere Katzen, die meisten sind alt und waren in Not geratene Tiere, denen sie ihre Liebe schenkte.

Gabi war ausgebildete Ärztin und war so schon von sich aus, offen für das Leid der Anderen. Auf ihrer letzten Dienststelle in Karlsruhe wurde sie – wie es sensiblen Menschen oft so geht, weil sie sich nicht wehren können – aufs Übelste gemobbt und  ich denke, diese Tatsache hat den Grundstein für ihre Erkrankung gelegt.

Sie ließ sich zwar in den Vorruhestand versetzen und hätte sicherlich ein angenehmes Leben, zusammen mit ihrem Ehemann und ihrem 13-jährigen Sohn, führen können, aber der Stachel saß zu tief.

Gabi war für mich, wie eine Schwester.

Als ich meinen Ehemann Wilfried durch einen plötzlichen, viel zu frühen Tod verlor, standen Sie und ihre Familie mir zur Seite.

Als ich vier Jahre später wieder an einem Grab stand – das Grab meines Lebensgefährten Hermann – half mir Gabi mit zahlreichen Gesprächen, zu begreifen, dass das Leben ist, wie es ist….

Viele Tiernotfälle gingen ihr so nah, dass sie am Liebsten ein eigenes Tierheim eröffnet hätte. Oft fand ich Rat und Tat bei ihr , was schlimme Stunden wegen der der Tiere betraf.

In ihrer letzten verzweifelten Zeit, im Kampf um ihr Leben beschäftigt, versuchte ich Ihr mit fast täglichen Emails , die sich einfach um den Alltag mit unseren Tiere drehten, ein Wenig Abwechslung zu verschaffen, um ihr zu zeigen, dass sie für mich wichtig ist.

Am Ende war sie – auch durch die vielen Krankenhausaufenthalte – nicht mehr in der Lage, mir darauf zu antworten !!!

Ich habe es nie geschafft, sie an ihrem Krankenbett zu besuchen – vielleicht trug ich die Hoffnung in mir, sie würde wieder gesund.

Nun stehe ich an ihrem Grab, und mir fehlen die letzten Worte, die wir noch einmal hätten wechseln können….und mir wird schmerzlich bewusst, dass man so etwas nicht nachholen kann.

Ich wünsche Gabi’s Ehemann Guido und ihrem Sohn Felix alle Kraft der Welt, diesen Schicksalsschlag überwinden zu können !

Den Verlust einer solch wundervollen Ehefrau und Mutter zu überwinden, wird viel, viel, Zeit brauchen !!!

Eine Kerze wird brennen für Gabi – bei uns – bei Ihrer Familie – in unsrer aller Herzen !

… es tut mir so leid !