Eine Perrera ist eine Tötungsstation…..

und nichts anderes….

Wir haben in einem abenteuerlichen Transport 16 Hunde aus der Tötung von Cadiz geholt.

Cadiz ist eine der schlimmsten Perreras in Spanien.

Die Hunde werde dort nur „ aufbewahrt „. Entweder holt sie der Besitzer nach 10 Tagen ab, oder sie werden getötet.

Wohl denen, die von verschiedenen Tierschutzgruppen „ reserviert „ werden. Sie haben eventuell die Chance, ein neues Leben zu beginnen, in einem Land, in dem Menschen noch „ menschlich „ zu Tieren sind.

Aber die Reservierung und die darauf folgende Impfung bedeutet dennoch für viele nicht den ersehnten Weg in ein besseres Leben. Durch den hohen Infektionsdruck in der Perrera können sie nach der Impfung – da die Erreger nahezu überall präsent sind  -  an tödlichen Seuchen erkranken , und sie sterben.

Im dem, der Perrera angeschlossenen Verbrennungsofen,  werden sie dann entsorgt.

Unsere K15 ( er hatte noch keinen Namen ) hat es nicht geschafft  - ist für immer verloren !!!

Von seinem eigenen Herrn zur Tötung abgegeben, war vielleicht auch die Verzweiflung dieser Hundeseele zu groß, dass er der tödlichen Infektion nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

So war nun sein Warten auf eine Zukunft in Liebe und ein Leben geprägt von Achtung gegenüber unseren Mitgeschöpfen vergebens,  und wir konnten ihm noch nicht einmal irgendetwas mitgeben, das ihm gezeigt hätte, dass es sehr wohl Menschen gab, die sich gekümmert hätten.

Auch für unseren  K45 –  er hatte ebenfalls noch keinen Namen – kam unsere Hilfe zu spät.

Er starb  an einer tödlichen Seuche, die nach der Impfung – die wir veranlasst hatten -  aufgetreten war, und konnte nicht mehr sehen, dass es ein besseres Leben hätte geben können.

Wir haben von den für uns reservierten Hunden alleine durch die Impfung sechs Hunde verloren.

Ich möchte sie nicht noch mehr mit dem Leid konfrontieren, mit dem die Bilder – die ich Ihnen zeigen könnte – verbunden wäre.

Wir haben für jeden der Hunde, die es nicht geschafft haben, den Weg mit uns zu gehen, eine Kerze angezündet .  Dieser Weg war greifbar nahe, und doch hat das Leben anders entschieden.

Wir werden sie nicht vergessen und gerade deshalb – weil sie sterben mussten – für die Anderen weiterkämpfen, die verzweifelt und ohne Ansprache, ohne tröstendes Wort und einer liebevollen Hand – dort noch immer darauf warten , erlöst zu werden – ohne Hoffnung , und mit leeren Augen.

Dazu brauchen wir Hilfe !!!

Hilfe in jeglicher Form !!!!!  Wir brauchen Hilfe bei der Finanzierung, bei der Planung der Transporte und wir brauchen Pflegeplätze die bereit sind,  einen der Hunde aufzunehmen die es schaffen könnten,  durch den Einsatz von uns allen, nach Deutschland zu kommen.

Nun müssen wir uns aber zuerst auf die Hunde konzentrieren, die dieser Hölle entronnen sind.

Nicht unbeschadet – das muß ich sagen.

Alle 16 Hunde, die den Weg nach Deutschland geschafft haben,  sind in einem erbärmlichen Zustand. Sie sind Haut und Knochen und eines der Tiere konnte sich vor Schwäche nicht mehr auf den Beinen halten.

Sie sind nun in Sicherheit und müssen aufgepäppelt werden. Aber – die Angst in den Augen der Tiere ist so groß – dass ich nicht Ermessen kann, was sie erlebt haben, auf ihrem langen Weg, bis sie zu uns gefunden haben. Ich habe selten soviel Resignation und Selbstaufgabe in den Augen eines Hundes gesehen, wie in denen von Cadiz.

          

      

Völlig in sich gekehrt, liefern sie sich aus …. Nicht einmal mehr ein Schwanzwedeln, einfach nur diese Augen ….

die durch mich hindurchschauen und die eigentlich schon irgendwo anders sind ….. Heute Morgen – nach drei Tagen – gab es ein leichtes Erkennen, ein kleines Fünkchen Hoffnung im Blick der Hunde aus Cadiz, die bei mir eine vorübergehende Heimat gefunden haben – Nicht viel mehr – aber auch nicht weniger – ein erster Schritt in die Richtung „ Leben „ – Die Kraft wird schon noch kommen und an Liebe soll es nicht mangeln.