Dieses Kribbeln im Bauch
 

…wer kennt es nicht? Es ist genau jenes schwer zu definierende Gefühl, welches mich jedesmal überkommt, wenn wir in die Vogesen zu Marion, Michael und den Vierbeinern fahren. Viel zu lange waren wir nicht mehr auf dem Gnadenhof, deshalb hatte ich mir fest vorgenommen, mich von Marion stundenlang unterhalten zu lassen um zu hören, was in all dieser Zeit passiert war, doch alles kam anders.

Aber fangen wir doch von vorne an. Wir hatten uns also entschieden ein weiteres Mal diesen Berg hinauf zu fahren. Jedoch wollten wir dieses Mal keine Sachspenden wie Tücher u.s.w. bringen, sondern einfach mal ein Auto voll Futter. Wie ihr ja wisst, ist dies mit dem Zoll immer so eine Sache, deshalb wollten wir das Auto dann erst in Frankreich mit riesen Futtermengen beladen. So haben wir also einen Aufruf gemacht, um die Leute zu mobilisieren, uns bei unserem Unterfangen nach Kräften zu unterstützen.

Auf diesem Weg möchten wir uns hiermit ganz herzlich bei

Yanic, Roger, Regina, Sandra, Rita, Alisa, Christine, und Stef für die Geldspenden bedanken, sowie Christine, für Hundeshampoo, Flohmittel, Futter (nass und trocken) und ein Geschenkpaket für Marion und Michael und auch ein Dankeschön an Michaela für die super Winterjacke für Marion.

So sind wir also mit all dem Spendengeld losgefahren und haben in Frankreich in zwei Supermarchés (Sorry an dieser Stelle an all die anderen Hundehalter! ;)) angehalten, um unser Auto bis unters Dach zu füllen.

 
Es müssen deutlich über 500kg Futter gewesen sein, eine Menge, die für ca. 10 Tage reicht, denn der Subaru hat eine max. Zuladung von 505kg, aber das Ächzen und Poltern im Fahrwerk und die auffällig leichtgängige Lenkung liessen uns vermuten, dass er da doch ein wenig Mühe hatte ;)

Aber dieses Auto hat uns noch nie im Stich gelassen, so auch dieses Mal nicht. Wir kamen heil auf dem Berg an … gerade im Winter ist es immer wieder spannend, ob es klappt oder nicht. Gott sei Dank wurde seit unserem letzten Besuch die Strasse geteert, ansonsten wären wir wohl um einen Anruf bei Michael nicht herum gekommen.

Kaum oben angelangt war's natürlich vorbei mit der Ruhe. Alle kamen sie dahergerennt, all die Hunde, Pferde und Kühe, die jetzt im Winter noch Freilauf geniessen dürfen und die wir schon so lange nicht mehr gesehen haben. Wie immer waren auch einige neue Gesichter dabei ... und leider gab es auch dieses Mal welche, die seit unserem letzten Besuch verstorben sind und von welchen wir uns nicht mehr verabschieden konnten.

Da stand aber schon Marion vor mir … ganz in blond, und wieder mit einen kleinen Ding auf den Armen. Ich hatte mich ja sofort in dieses kleine Baby verliebt und für mich schon entschieden, dass ich dieses auch behalten werde, aber da hatte ich noch nicht mit Stef gesprochen ;)

  

Das kleine leidet im Moment noch unter ganz starkem Husten, wo bis jetzt noch nicht klar ist, wo die Ursache liegt. Aber wir sind zuversichtlich, dass das kleine Ding schon bald wieder gesund ist, damit es dann mit 12 Wochen (im Moment ist es 9 Wochen alt) seinen Nabelbruch, welcher zum Husten noch dazukommt, operiert bekommen kann. Auch sein Brüderchen ist mit einem Nabelbruch auf die Welt gekommen.

Wir kamen aus dem Kraulen gar nicht mehr raus … lauter viele neue Namen und Geschichten. Es war einfach wieder einmal Wahnsinn - dieses Gefühl. Ein Gefühl, das mich fast erstarren liess. All die Fragen, welche ich unbedingt stellen wollte, waren einfach wie weggeblasen. Ich wollte einfach nur noch diesen Moment mit all den Tieren geniessen.

Hier ein paar Bilder

 
Alexander der Grosse - auch er, einfach ein wunderbarer Hund

 
Bessy ein Wirbelwind, wie ich es noch selten gesehen habe. Auch sie sucht noch ihre Familie, welche genau soviel Temperament wie sie selber hat. Ein Ort, wo man ganz viel mit ihr arbeitet und sie täglich gefordert wird.

 

Babette, auch sie steht den anderen nicht nach


Babsi Bauer




Cookie und Flöckchen

 
die zuckersüsse Gini und die fantastische Ghia

       
...wildes spielen mit Freunden



 
und noch ein paar Bewohner vom Gnadenhof

Marion und Michael hatten es in den letzten 1 ½ Jahren nicht leicht. Zu allem Unglück haben sie auch viele Spender verloren. Dies ist natürlich für die Existenz vom Gnadenhof sehr sehr schlecht.

Für mich ist der Gnadenhof etwas Einzigartiges. Dort sind zwei Menschen, welche ihr Leben den Tieren verschrieben haben. Jeden Tag müssen sie schauen, dass es weiter geht. Keinen Tag haben sie Urlaub, Luxus ist für sie ein Fremdwort. In ihrem Leben gibt es die Ferme mit den Tieren, welche ohne die Beiden nicht mehr Leben würden. Ich habe ja selbst das Gefühl, dass ich Tiere über alles liebe und so viel wie möglich für sie tue, aber das was Marion und Michael dort oben leisten ist unbeschreiblich.


 

Marion mal in blond

Deshalb ist es nun wichtiger denn je, dass wir uns jetzt noch mal alle zusammen tun, um ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Dass es ganz viele Leute gibt, welche auf ihrer Seite stehen.

Wir haben ganz viele neue Patentiere auf der Patenseite vorgestellt und erhoffen uns, dass wir ganz viele zusätzliche Patinnen und Paten finden werden, welche den Fortbestand vom Gnadenhof sichern. Schon mit einer Patenschaft für CHF. 10.- pro Monat können sie Grosses bewirken. Die Patentiere würden sich über einen Besuch auch riesig freuen, denn dies bedeutet ja meistens auch, dass ganz viele Guddis kommen.

Geht Marion und Michael mal besuchen ... die Strasse ist nun bis vor den Hof geteert, ein 4x4-Fahrzeug nicht mehr nötig, und evtl. habt Ihr dann ja auch ein Auto voll mit Futterspenden. Davon können sie nie genug bekommen. Kurzer Anruf vorher genügt, um den Besuch anzukündigen.

Wir haben endlich wieder die Gelegenheit, wieder regelmässiger zu unseren Freunden gehen und Euch wieder spezielle Projekte vorstellen zu können, wo wir uns jetzt schon freuen, wenn wir euch dafür begeistern können.

So. Ich denke ich habe gesagt, was es im Moment zu sagen gibt ... ach ja, gute Winterschuhe sind auch immer ein Ding, wo man nie genug davon haben kann. Marion hat die Schuhgrösse 41 und Michael die 44.

Also, dann wünsche ich Euch allen schon jetzt eine wunderschöne, besinnliche Weihnachtszeit.

Liebe Grüsse und nochmals vielen, vielen Dank für die grossartige Unterstützung.

Franca