Das ewige Leid der Galgos …..

Nun kommt sie wieder die Zeit, der die  spanischen Tierschützer vor Ort mit Grauen entgegensehen:

Das Ende der Jagdsaison naht und das bedeutet, dass Unmengen von speziell zur Jagd gezüchteten Galgos und Podencos  nun nicht mehr gebraucht werden.

Oft sterben die „ Ausgedienten „ unter grausamen Bedingungen durch die Hand des Besitzers, andere werden sich einfach selber überlassen und verhungern an ihren Ketten, viele , viele werden ausgesetzt und irren auf den Straßen umher.

Die wenigen Auffangstationen quellen über und wissen nicht mehr wohin mit den Hunden, die – vom Menschen ausgebeutet – nun einem ungewissen Schicksal entgegensehen.

Stellvertretend für viele, möchte ich Ihnen die Geschichte von Pobrecita vorstellen.

Die niederländische Volontärin Saskia arbeitet im regierungseigenen Tierheim in Villamartin.  Ihr liegen die Galgos sehr am Herzen und sie schrieb uns die Geschichte von Pobrecita:

Pobrecita irrte auf der Straße umher und  bestand eigentlich nur noch aus Knochen. Sie war übersät mit Zecken und Flöhen und schleppte sich am Straßenrand zu einem unbekannten Ziel….

Nach Ihrer Aufnahme im Shelter blieb sie tagelang völlig apathisch in ihrem Korb liegen und schlief Tage und Nächte einfach nur durch. Sie hat einen sehr ruhigen, lieben Charakter – sie akzeptiert sogar die Tierheimkatze -  , aber sie scheint den Umgang mit Menschen nicht gewohnt zu sein. Wenn man sie berühren will, zuckt sie zusammen und beginnt zu zittern. Die Hündin scheint völlig ausgebrannt zu sein und nimmt bis jetzt keinerlei Anteil am Leben im Shelter.

Das einige Geschenk, dass sie ihrer Betreuerin macht ist, dass sie das hochwertige Futter, das ihr angeboten wird annimmt.

 

Ihre Vergangenheit scheint sie schwer traumatisiert zu haben und sie kann es noch nicht geniessen, nun in Sicherheit zu sein. Zu groß ist das Misstrauen und die Spuren ihrer Leidenszeit haben sie vorsichtig gemacht und eine Mauer um sie gebaut, die im Moment noch niemand überwinden kann.

Wir möchte Pobrecita gerne helfen und suchen für sie einen Pflegeplatz, an dem sie sich erholen kann und wo sie die Chance bekommt, Stück für Stück wieder ins Leben zurückzufinden –

um irgendwann einmal vergessen zu können,  um neu zu beginnen, vertrauensvoll, in Frieden geliebt und geachtet als Mitgeschöpf, das seine Daseinsberechtigung genauso hat, wie jedes andere Lebewesen.

Bei Interesse bitte email an:  Marion.Noss@web.de