Das alveoläre Emphysem……

…..oder der Mord an Caramello

 

Ich müsste die traurige Geschichte von Caramello nicht noch einmal aufbereiten.

Das Verfahren ist eingestellt und damit hat der Albtraum für uns ein Ende – und beginnt hoffentlich bald für die,
die ihn ausgelöst haben.

Ich möchte – das hat Caramello verdient – den Ablauf des  Sachverhaltes um Caramellos Tod veröffentlichen,
wie er sich uns aus den Akten, den Zeugenaussagen und den Tatsachen ergibt.

Eine Wertung darüber muß niemand mehr vornehmen.

Die Beurteilung der hiermit vorgestellten für uns als naheliegend empfundenen Sachlage, sei dem Einzelnen
anheimgestellt.

Zur Vorgeschichte:

Caramello kam im Oktober 2007 nach Obernheim. Er gehörte dem Protectorat Segovia und kam im
Alter von 7 Monaten.

In der Folgezeit hat Caramello einen enormen Wachstumsschub gemacht.

Er bewegte sich viel und spielte gerne.

Mitte November berichtete mir Nadya E. , dass sie etwas Sorgen hätte wegen Caramello, da dieser nicht
zunehmen würde, obwohl er guten Appetit hätte.

Daraufhin beschlossen wir, ihn auf einen Pflegeplatz zu bringen da wir glaubten, dass das Rudelleben ihm
vielleicht – obwohl es ihm Spass machte – zu stressreich sein könnte, und er aus diesem Grund nicht zulegen
könnte.

Außerdem veranlassten wir eine Kotprobe, die allerdings negativ war.

Über diese Maßnahme und über die mangelnde Gewichtszunahme von Caramello wurden die Tierschützer aus
Segovia informiert. Auch diese konnten uns aufgrund evtl. Vorkenntnisse über Caramello , nicht weiter helfen.

Nach ca. 2 Wochen kam Caramello von der Pflegestelle wieder nach Obernheim zurück, da er offensichtlich die
Hundegesellschaft sehr vermisste und außerdem trotz dreier Mahlzeiten am Tag nicht zugenommen hatte, und
dadurch evtl.  Stress durch das Rudelleben somit ausschied.

Caramello wurde am 21.12.2007 zusammen mit den anderen Hunden aus Obernheim-Kirchenarnbach
sichergestellt und in einem LKW abtransportiert.

Er war vergnügt und arglos, weder energielos noch schwach, sondern lediglich mager.

Frau W. vom TH Pirmasens hatte Frau E. noch lautstark auf den abgemagerten Zustand des Hundes aufmerksam
gemacht, mit dem man lt. Aussage W.  SOFORT zum Tierarzt gehen würde.

Dafür hätte es Zeugen gegeben, wenn es zu einer Verhandlung gekommen wäre.

Über den angeblichen Fund des toten Caramello in Obernheim-Kirchenarnabach, gibt es mehrere Varianten,
die entweder auf der Homepage des Tierheims Pirmasens nachzulesen sind, sich in verschiedenen Forenbeiträgen
wiederspiegelten und letztendlich dem Durchsuchungsbericht zu entnehmen waren:

So entnehmen wir z.B.  der Ermittlungsakte folgenden Sachverhalt:

In einem sich in der Akte befindlichen Vermerk des KHK E. vom 9.1.2008 schreibt dieser unter Punkt 2 seiner Ausführungen:

Am 8.1.08 teilte Herr Michael E. telefonisch mit, dass der am 22.12.07 im Anwesen Leininger-Straße 12, Obernheim-Kirchenarnbach, tote Hund von den beiden ehrenamtlichen Tierschützern:

Karl-Heinz M. und Jürgen F.

Im Anbau ( vermutlich frühere Futterküche ) gefunden worden wäre.

Der Hund wäre zwischenzeitlich bei einem Veterinärinstitut in Bad Kreuznach obduziert worden. Als Todesursache käme „ Verhungern „ in Frage.

Es wurde vereinbart, dass Unterzeichner am Donnerstag, den 10.1.08, zum Tierschutzverein Pirmasens kommt um die notwendigen Unterlagen abzuholen. Im Original unterschrieben von KHK E.

In der Akte befindet sich eine handschriftliche Aussage eines Mitarbeiters des TH Pirmasens, die weder eine
Unterschrift trägt, noch dass die Identität dieser Person durch  einen mit Unterschrift versehenen
Zeugenanhörungsbogen belegt wird.

In dieser Aussage steht wörtlich:

„Der tote Hund wurde von mir am Samstag , 22.12.07, gegen 10 Uhr im Raum hinter der sogenannten Futterküche
aufgefunden.

Mit meinem Kollegen, Herrn F., wickelten wir das Tier in eine Plastikfolie und eine alte Decke ein, welche wir vor
Ort vorfanden, nachdem ich mit der Handykamera 3 Aufnahmen des toten Hundes machte.

Zum Zeitpunkt des Auffindens lag der Hund in einer riesigen Lache aus Urin und 6 weitere Hunde rannten in dem
Raum herum „

In dem nachgereichten Durchsuchungsprotokoll des KHK Eisel vom 22.12.27 steht als Auffindeort eines vermeintlich
toten Hundes an diesem Tag „ Stall „,

während Herr F. vom Tierheim Pirmasens in seine handschriftlichen Aussage die „ ehemalige Futterküche
„ als Auffindeort angibt.

Ein Bild eines toten Hundes , der laut TH Pirmasens in einer Urinlache liegend aufgefunden wurde, gibt es
nicht in den Akten.

Es existiert nur das allseits bekannte Bild von dem toten Caramello, das unserer

Ansicht nach auf dem Hof des Tierheim Pirmasens enstand.

Nicht nur der angebliche Fundort ist in den beiden Aussagen nicht identisch, sondern auch das angebliche
Auffindedatum.

Auf der Homepage des Tierheims Pirmasens steht seit einigen Tagen unter einem Bild  des toten Caramello
folgendes:

Dies ist der tote, verhungerte Hund von Frau Eichhorn der am 21. Dezember 2007, in Anwesenheit der Polizei,
von dem Gelände der Frau Eichhorn in Obernheim, getragen wurde!  

Desweiteren gibt es noch mehr Versionen:

Im SWR-4 Radio kam u.a. am Morgen des 22.12.07 folgende Mitteilung über die Aktion vom 21.12.07 über den
Äther als auch im Videotext des Senders:

Für einen Hund
kam die Rettung aber zu spät. Er starb noch am selben Abend.

Dies ist auch auf der Homepage des TH Pirmasens einem dort eingestellten Bericht zu entehmen.

Im Fressnapf-Forum postete Herr Michael E. vom TH Pirmasens am 25.12.07 folgendes:

…………Die Vierbeiner wurden untersucht und anschließend in Tierheim Pirmasens und in der Südwestpfalz
untergebracht. Ein Tier ist mittlerweile verendet der verhungert ist und in einem Urinteich lag.

Herr Michael E. war an beiden Tagen der Durchsuchung anwesend und hätte sich sicherlich anders ausgedrückt,
falls man den Hund dort bereits tot gefunden hätte.

Es gibt verschiedene Aussagen, teils in den Zeitungsberichten, teils in den entsprechenden Videotexten der
Radiosender, dass EIN Hund in der Nacht eingeschläfert werden musste, bzw. verendet sei.

Falls eine Verhandlung stattgefunden hätte, hätte es eine Zeugenaussage gegeben die bestätigt hätte dass
Herr D. vom TH Pirmasens selbst am Telefon geäußert hat,

DASS EIN HUND AM ABEND DES 21.12.07 EINGESCHLÄFERT  MUßTE !……

Dass unser Caramello nicht mehr lebt ist leider die traurige Wahrheit.

Aber wie kann er plötzlich sterben und auf dem Gehöft gefunden werden, wenn er am 21.12.2007 noch den
Lastwagen bestiegen hat ?

Zum Tod von Caramello selbst :

Es wurde ein Gutachten der Landesuntersuchungsanstalt Koblenz und kam dort am 26.12.2007 in gefrorenem
Zustand an.

Hier ist das Gutachten:

                                

                          

 

Der schwarze Bereich auf dem Bericht ist das Bild von Caramello mit dem Originalvermekr des KHK E. – wobei
er sich selbst nicht so richtig sicher gewesen sein kann, ob denn der Hund nun am 21. oder am 22.12.2007
gefunden wurde, was man an der vorgenommen Verbesserung deutlich sieht.

Zum Lungenbefund:

„Alveoläres Emphysem“

Unter einem „ alveolären Emphysem „ versteht man eine Lungenstauung bzw. ein Lungenödem .

Lungenödem - möglich und wahrscheinlich: Folge der Einschläferung.
alveoläres Emphysem - Folge des "letzten" Atmens

Das mittelgradige, akute, alveoläre Emphysem entsteht kurz vor dem Tod.

Eine Überdehnung der Alveolen und eine Zerstörung der Alveolen infolge von Dyspnoe mit erschwerter Inspiration
oder zu starkem Exspirationsdruck führen zum alveolären Lungenemphysem.

Dadurch kommt es zu einem akuten Herz-Kreislauf-Versagen in folge einer Euthanasie  z. B. mit Narcoren.

Der Hunde wurde als " tot " aufgefunden in das Labor eingeliefert.
Somit blieb - außer dem sicherlich auffälligen Lungenbefund - für das Labor keine andere Todesursache als
"Auszehrung " zu stellen, da sonst keinerlei Anzeichen auf eine Andere vorlag.

Wie gesagt, ich müsste die Umstände um das angebliche Auffinden des angeblich toten Hundes nicht öffentlich
erklären.

Wir haben aber nicht zu verbergen  -und Caramello hatte es nicht verdient, „ geopfert „ zu werden.

Strafanzeige gegen die Verantwortlichen wird erstattet.