Liebe Tierfreunde,

seit längerer Zeit sind nun schon  keine neuen Berichte auf unserer Homepage erschienen und ich möchte rasch erklären, warum dies der Fall war.

Ein LKW, beladen  mit einer großen Sägemaschine, hatte  unserer sowieso immer wieder ziemlich desolate Telefonleitung diesmal so richtig den Garaus gemacht. Die gesamte Linie wurde auf ca. 20 m heruntergerissen und dabei fielen drei Masten um.

Es dauerte fast 14 Tage, bis die France Telecom mit ihren Zweigunternehmen in der Lage war, die Reparatur vorzunehmen, so dass wir wieder Telefon hatten und vor allem auch Online wieder erreichbar waren.

Zum anderen haben  wir hier mehrere Tiernotfälle, um die wir uns bis heute Tag und Nacht kümmern müssen.

So wie es aussieht, werden wir unsere Tossa verlieren. Sie ringt seit Tagen um ihr Leben , aber es besteht wenig Aussicht auf Erfolg. Auch unsere dreibeinige Peggy ist an einem Lebertumor erkrankt und wir müssen sehr sorgfältig abwägen, ab wann man ihr Leben noch erhalten kann, und ab wann es besser wäre sie gehen zu lassen.

So sind meine Tage ausgefüllt mit Tierarztfahrten und Patientenbetreuung und dem Gefühl, dass ich lieber jede kostbare Minute mit meinen nun leider am Lebensende stehenden Tieren verbringen möchte, als mich anderen Dingen zu widmen.

           

Ich möchte deshalb um Verständnis bitten, dass es im Moment nicht viel von mir zu berichten gibt. Irgendwie hat es mir die Sprache verschlagen und ich wünsche mir, dass der Todesmonat November abgelöst wird von Frühling und Sonne, durch Wärme und Zuversicht.

Aber noch ist es nicht soweit und wir müssen die Tage leben und erleben, wie sie uns beschieden sind.

       Die ersten Schneeflocken sind nun schon gefallen, doch der Schuppen liegt voll mit Holz und auch die Scheune ist gut mit Heu und Stroh gefüllt. So können wir wenigstens äußerlich mit Gelassenheit dem Winter entgegen sehen, wenn auch die Gewissheit  in unseren Herzen ist, dass es bis zu den längeren Tagen noch eine Weile hin ist und wir damit rechnen müssen, dass nicht alle unsere Mitbewohner den neuen Frühling erleben werden.

Auch unser Bruno ging über die Regenbogenbrücke und folgte all denen, die dort oben auf uns warten. Und wenn es im Himmel keine Hunde gibt, dann will ich – wenn ich sterbe – dorthin gehen wo sie hingegangen sind. Wir sind im Moment sehr traurig und brauchen die nächsten Tage viel Kraft.

Ich hoffe, dass Sie dafür Verständnis haben.

Ihre

       Marion Noss und Michael Kunle