Leider wenig Zeit zum Schreiben….
 

In der letzten Zeit hatten und haben  wir vielerlei Dinge zu bewältigen, die uns sehr in Anspruch nehmen und unsere wenige Zeit, die neben der Versorgung der Tiere übrig bleibt,  ließ mir keine Zeit zu berichten.

So bin ich im Augenblick dabei, mein alljährliches Arche-Blättle zu schreiben, zu drucken, einzutüten und zu verschicken.

Dieses Schreiben ist für diejenigen der Mitglieder gedacht, die kein Internet haben und sich somit nicht selbst über unsere Erlebnisse, Höhen und Tiefen, informieren können.

Eine sehr anstrengende Tätigkeit, war auch die turnusmäßige Überprüfung zur Erteilung der Gemeinnützigkeit für die vergangenen 3 Jahre, durch das Finanzamt Karlsruhe.- Durlach, da ich dazu die komplette Buchhaltung der letzten Jahre einreichen muß.

Wie auch seit Gründung des Vereines im Jahr 1996, wurde uns die Gemeinnützigkeitsbescheinigung problemlos ausgestellt,  und somit gelten wir weiterhin als gemeinnützig und besonders förderungswürdig,  im Sinne der Tierschutzarbeit, die wir leisten.

Bei einem Besuch des französischen Veterinäramtes im August diesen Jahres, wurden wir über die seit 2008 neu erstellte Richtlinien über die Haltung von Hunden im Haus, bzw. den daraus resultierenden Hygienevorschriften,  aufgeklärt.

Die neue Gesetzesnovelle besagt, dass im eigentlichen Wohnbereich lediglich 9 Hunde – das ist in Frankreich die übliche Zahl Hunde für einen Haushalt – gehalten werden dürfen, der Rest muß separat untergebracht werden.

Der Rest beträgt im Moment „ 36 Hunde „ d.h. insgesamt befinden sich bei uns z.Zt. 45 Hunde.

Da „ unsere Hunde „ eigentlich das ganze Haus in Beschlag haben und wir das bisher auch so wollten, stellen uns die Anforderungen selbstverständlich vor ein Problem.

Nun haben wir uns nach längeren Überlegungen aber dazu entschlossen, den Hunden einen 84 qm großen Raum zur Verfügung zu stellen, in dem ich selbst dann auch mein Büro haben werde. Der Raum muß gefliest, bzw. mit PVC ausgelegt sein, und für die Hunde muß eine eigene Phoseptic /Kläranlage  zur Verfügung stehen, die aber Gott sei Dank schon vorhanden ist.

Da wir nur vier Hände und selten einen Euro übrig haben , gestalten sich unsere „ Umbauarbeiten „ schon etwas schwierig. 

Allerdings sind wir in der glücklichen Lage, dass uns das Veterinäramt keinen Druck macht und uns genug Zeit läßt, unseren Gnadenhof gesetzeskonform umzugestalten.

Da wir aus wirtschaftlichen Gründen auch die Anzahl der Hunde für die Zukunft reduzieren wollen,  müssen wir ansonsten keine weiteren baulichen Maßnahmen treffen, welche sicherlich in die Richtung des Baus eines Hundehauses gegangen wären, was aber keinesfalls in unserem Sinn gewesen wäre.

Gerade weil die meisten unserer Mitbewohner alt und gebrechlich sind – es sind mehr als 20 Hunde zwischen 12 und 16 Jahre alt, wollen wir sie in unserem persönlichen Umfeld behalten und nicht in einen seelenlosen Zwinger setzen.

Immer noch nicht in die Gänge gekommen , ist unser Shop. Ich habe dennoch keinesfalls die Hoffnung aufgegeben, dass er noch in diesem Jahr eröffnet werden kann. Es wäre durchaus wichtig für unsere Tiere.

Ein kurzes Wort möchte ich noch über eine menschliche Tragödie verlieren, die uns alle in der letzten Woche tief bewegt hat:

Der Suizid des Ausnahmesportlers und großen Tierfreundes , Robert Enke.

Da mein Sohn Andreas in der Vereinsführung von Hannover 96 tätig ist, und er selbst Robert Enke persönlich kannte, schwappten die Emotionen und die Erschütterung über diesen Freitod , direkt zu uns in die Vogesen.

Wie wir alle erfahren mussten, konnte in diesem tragischen Fall ein Mensch,  der durch seine tiefen Depressionen verursachten Dunkelheit nicht entfliehen und ihm blieb vermeintlich nur der Weg in den Tod.

Ich hoffe sehr, dass die bewegende und leider erst nach seinem Tod  zur Hymne gewordene Liedzeile:

 You`ll never walk alone !

in Zukunft denjenigen unter uns die Zuversicht gibt, nach helfenden Händen zu greifen – die nicht mehr aus eigener Kraft dem Dunkel entfliehen können und zwar - bevor es nur noch den vermeintlichen Ausweg in den Tod gibt.

Gerade WEIL der Tod Robert Enkes etwas bewirken soll, und das Tabu-Thema Depressionen endlich öffentlich diskutiert werden sollte – und zwar nicht nur im sportlichen Bereich – schreibe ich heute über dieses sinnlos vergeudete Leben !

Vielleicht kann anderen Menschen, die genauso betroffen sind, Mut gemacht werden, sich Hilfe zu suchen – sich anzuvertrauen -!

Ich wünsche jedem, der in der Dunkelheit lebt, dass das Zitat :

„You’ll never walk alone „, für ihn Wirklichkeit wird.