Gewitter über den Vogesen…….

Die Meteorologen hatten es schon angekündigt und wir hatten auch damit gerechnet:

Am Mittwoch zogen schwere Gewitter über die Vogesen und zeigten uns einmal mehr, dass die Naturgewalten nicht zu unterschätzen sind.

Es begann ganz langsam mit immer dichter werdenden Wolken und stürmisch auffrischendem Wind:

 

Danach  wurde es immer ungemütlicher. Diese Bilder entstanden am frühen Nachmittag gegen 16 Uhr. Ich muß ehrlich gestehen, es wurde uns schon etwas mulmig – vor allem als die ersten Donnerschläge über die Berggipfel hallten und der Regen – als ob man einen Knopf gedrückt hätte – schlagartig sintflutartig einsetzte.

Natürlich gibt es  Angsthasen unter den Tieren, die alle ihre speziellen Verstecke haben, in die sie sich im Falle eines Gewitters zurückziehen.  Unseren Hunden sind Gewitter immer nachts am liebsten, da man sich dann schön unter unsere Bettdecke verkrümeln kann .

Vor allem Mimi, - ansonsten mit einem sehr großen Mundwerk ausgestattet -  , ist  an solchen Tagen sehr kleinlaut und schleicht schon fast demütig um unsere Beine.

Sogar der Chef der Truppe, Mozart unser riesiger Neufundländer,  ist was Gewitter angeht eine richtige Memme und sucht ganz extrem unsere Nähe. In seiner Panik bricht er dann auch schon mal im 2. Stock in unsere „ Privatgemächer „ ein weil er unsere Nähe dann unbedingt braucht , und  schlotternd und hechelnd entweder im Kleiderschrankabteil einzieht, oder hartnäckig versucht, auf meinen Schoß zu klettern, was – wenn es ihm gelingen würde – ernsthafte Folgen sowohl für den betreffenden Stuhl als auch für meine Gesundheit – bedeuten würde.

Mimi traut sich schon nicht mehr vor die Haustür und schaut aus luftiger Höhe , was sich da draußen so tut.

 

Loulou zieht ein mürrisches Gesicht , während Joja einen besorgten Blick zum Himmel wirft.

Nun geht es richtig los, und alles drängt ins Haus in die „ gute Stube „!.

 

Die kleinen Russinnen zeigten sich gewitterfest und zogen sich in eine gemütliche Ecke zurück, und auch Dinora – unsere kleine Huskyhündin , die schwer krank zu uns aus der Perrera Cadiz kam und sich nur langsam erholt – zeigte sich völlig unbeeindruckt, obgleich es draußen schien, als ob die Welt untergehen würde.

Nach einem kräftigen Donnerschlag und einem Knall, wie bei einem Blitzeinschlag,  fiel der Strom aus und wir sind alle ganz eng zusammengerückt. Wir Menschen kamen nicht aus dem Streicheln, Trösten und Beruhigen heraus und hatten somit auch keine Zeit, uns selbst zu fürchten.

Ganz allmählich wurde es wieder ruhiger draußen,  und irgendwann ließ auch die Wucht des wasserfallartigen Regens nach und wir wagten uns hinaus um nachzusehen, ob alles in Ordnung war, während die letzten Wolken - nun von der Abendsonne beschienen -   Richtung Deutschland zogen.

 

 

Ein riesiger Tannenbaum war bei dem Blitzeinschlag getroffen worden  und lag nun gespalten auf der oberen Wiese. Ansonsten war nichts passiert und Mensch und Tier konnten wieder aufatmen.

Am Schluss gab es noch einen Regenbogen,  als ob die Natur sich entschuldigen wollte , dass sie es doch ein wenig arg getrieben hatte mit der Wucht des Gewitters, das uns an diesem Tag heimgesucht  hatte. Wir sind froh, dass der Blitz, der den Baum gefällt hat nicht unser Haus getroffen hat und müssen sagen, dass wir froh wären, wenn bis zum nächsten Gewitter jede Menge Zeit verginge.

Dieser Tag ging dann übergangslos vom Nachmittag in die Nacht über, da es einfach nicht mehr richtig hell wurde. Alles hatte sich nun wieder beruhigt und  und ich glaube, dass es den Tieren gefallen hat, dass wir so eng miteinander waren und jeder jeden getröstet hat: