Der 07.07.2007 war ein Tag, der uns unvergessen bleibt


So heute war es wieder einmal soweit, aber diesmal war es doch einbisschen anders. Wir machten uns wieder auf den Weg in die Vogesen. Wir waren aber nicht alleine, uns hatten viele Freunde begleitet.Und was wir  bei Marion, Michi und Co erlebt haben, könnt ihr hier lesen:

Verfasserin Alisa

Tja, viele Männer und Frauen werden den 07.07.2007 stark in Erinnerung haben. Warum? Das war DAS Datum zum Heiraten ;-)) Auch ich werde diesen wunderschönen Tag in Erinnerung haben. Aber nein, ich habe nicht geheiratet, viel "besser", ich konnte endlich sehen, wo meine Patentiere leben. Es ist tatsächlich ein Ort, wo sich der Fuchs und Hase gute Nacht sagen.

Auf dem Weg in die Vogesen, machte ich mir die ganze Fahrt über Gedanken. Gedanken wie: sind es wirklich so viele Hunde auf dem Hof und werden sie mich umrennen? Wie komme ich klar mit der "Pinkelgelegenheit"? Kommen wir den Berg hoch? Wird Roger aus seinem Dornröschenschlaf erwachen? Und vom Pokerface spreche ich schon gar nicht. Wobei, wenn man an einem Samstag um 08:00 Uhr schon unterwegs ist, da hat man automatisch einen Pokerface ;-)

Kaum waren wir über der Grenze, war ich begeistert von den typisch französischen Dörfchen, durch welche wir gefahren sind. Und der kleine Laden "CHAMPION" oder wie ihn Franca liebevoll nennt "Inter Marché", fand ich interessant. Nach dem Umladen und Beladen ging es auch den Mount Everest hoch. Okey, ich übertreibe, aber es war ganz schön hoch... so hoch und steinig, dass es unser toller Flitzer leider nicht den Berg hoch schaffte. Oh nein, wir blieben auf dem letzten Meter stecken. Man beginnt sich dann so gedanken zu machen, wie: was würde ich zum Überleben als erstes essen? Katzen- oder Hundefutter? Nach einigen Phantasien kam auch schon unser Retter in Not! Stef kam den Berg hinunter um uns zu holen. Oben angekommen, musste ich staunen: wo sind die 100 Hunde, die sich auf mich stürzen wollen? Von wegen stürzen, dass sind alles liebe und wohlerzogene Racker ;-)) Vom kleinsten bis zum grössten (es gab wirklich einen sehr grossen darunter) alle haben sich benommen. Marion und Michael haben ihren Lieblingen sicher gesagt, dass ein Angsthase auf den Berg kommt, sie sollen mich nicht zu stürmisch begrüssen. Ich hatte gar keine Angst als ich die Tiere sah. Die Stimmung war überwältigend! Und die herrliche Aussicht natürlich auch! Es ist wunderschön auf dem Berg. Es war für mich ein befriedigendes Gefühl zu sehen, wie gut es den Tieren geht und welch Zufriedenheit sie ausstrahlen. Vorallem wenn man bedenkt, welche Geschichte sie hinter sich haben. Danke Marion und Michael, dass Ihr den Tieren zeigt, dass es auch gute Menschen gibt!

Es ist schwierig in Worte festzuhalten, was ich dort "oben" erlebt habe. Man muss so ein Moment selber erleben, um es begreiffen zu können. Man vergisst plötzlich all seine Sorgen und Gedanken. Es ist einfach wunderschön, wenn dich ein so liebes Tier mit glänzenden Augen und wedelndem Schwänzchen begrüsst und dir mitteilt, dass es Streicheleinheiten will. Und diese Spielwiese, die sie haben. Hier können sie einfach nur frei sein.... und für einen Moment war ich es auch....

Und ich beende nun meine Story mit einem Zitat von Bugs Bunny: "ich sage Dankeschön und Aufwiedersehen, bis zur nächsten bunten Bunny-Show" oder eben "Vogesen-Show" ;-)))

Lieben Gruss
Alisa

und so haben es Sabrina und Helio erlebt:

Ein unvergesslicher Tag

Endlich war es soweit, unser erster Besuch auf dem Tiergnadenhof war da.

Der Tag begann in frühen Stunden. Etwas müde räckelten wir uns aus dem Bett, allerdings war die Vorfreude und Erwartungen so gross, so dass die Müdigkeit rasch verschwand. Pünktlich um 08.00 Uhr standen wir bei Franca und Stef vor dem Haus. Als wir die riesen Portion Futter sowie andere brauchbare Dinge in die vier Wagen eingeladen hatten, fuhren wir los in Richtung Frankreich. Uebrigens möchte ich mich noch auf diesem Weg bei allen Tierfreunden für die uns mitgegebenen Spenden bedanken.

Nur noch wenige Meter trennten uns vom Tiergnadenhof. Plötzlich fing das Auto von Yanic und Roger an zu streicken bzw. zu spuhlen, so dass wir nicht weiterfahren konnten. Die Strasse war zu steil bzw. wir (Yanic, Roger, Alisa, Helio und ich) inkl. Futterspenden waren zu schwer ;-) Mit viel Humor mussten wir also dann, den vollgepackten Wagen ausräumen und mitten im Wald auf unser "Taxi" Stef mit dem 4x4 Jeep warten.



Jetzt war es soweit.. wir waren endlich angekommen. Am Anfang war es noch ziemlich ruhig bis dann Marion und Michi den Hunden ihren freien Lauf liesen. Von gross bis klein, schwarz bis weiss, dick bis dünn.. alles war
vorhanden, sogar Kater Fizzy traute sich unter die vielen Hundis. So viele süsse und liebe Hunde... wir wussten gar nich mehr wohin schauen und vorallem stellen wir bald fest, dass wir noch ein paar Hände fürs kraueln und füttern hätten gebrauchen können. Die Cervela-Gudälis sind natürlich auch sehr gut bei der Bande angekommen ;-)

 


Nach einem schönen Spaziergang mit den Hunden auf der Wiese, genossen wir unser Grillplausch. Doch dazwischen kam es noch zu einer Rettungsaktion. Die süsse, kleine Katze Blue hatte sich in den Aesten des Baumes blockiert. Michi und Helio eilten sofort mit der Leiter herbei und retteten die kleine Maus.

 

 

Die Zeit verging viel zu schnell und wir mussten uns leider schon wieder verabschieden. Viele schöne und lustige Eindrücke sind uns geblieben. Das Bedürfnis zu helfen, ist nach diesem Tag noch grösser geworden.

Wir möchten uns bei Marion und Michael und natürlich auch bei allen anderen für diesen unvergesslichen Tag bedanken. Er hat uns sehr viel Freude bereitet.

Nochmals danke und es grüssen Euch
Helio und Sabrina

und was meint den Janine dazu?

Ein Nachmittag im Paradies...

Ich hatte schon viel gehört vom Gnadenhof in den Vogesen. Ein Zufluchtsort für Tiere, die sonst keine andere Chance haben, wo sie wenigstens den Rest ihres Lebens erfahren dürfen, dass das Leben doch auch schön sein kann und vor allem, dass es auch Menschen gibt, die nicht böse sind, sondern einem nur Gutes tun. Ich kannte auch schon ein paar Tiere aus all den Berichten von Franca, Yanic und Marion, die ich auf der Homepage gelesen hatte. Doch wie es dort wirklich ist, konnte ich mir selbst dann nicht vorstellen, ohne es mit eigenen Augen gesehen und selbst erlebt zu haben. So konnte ich diesen Tag kaum erwarten und freute mich unglaublich darauf endlich Marion und Michael und all die Tiere auf ihrem Hof in den Vogesen zu besuchen.

So trafen wir uns dann am 07.07.07 um 8h bei Franca um uns für die Abfahrt bereit zu machen und die 4 Autos mit Hunde- und Katzenfutter, Decken und anderen Spenden zu beladen. Nach einer kurzen Besprechung und einer kurzen Instruktion von Franca wie man sich am Zoll verhalten sollte (nämlich sich im Notfall nicht an einer Dose Hundefutter festzuklammern), fuhren wir dann los in Richtung Frankreich. Am Zoll interessierte sich zum Glück niemand für uns und unsere Ängste, dass wir ja schlimmstenfalls den Kofferraum öffnen und den Zweck für das viele Tierfutter erklären müssten, erwiesen sich als unbegründet. Weiter ging die Fahrt ein Stück durch Deutschland und dann rüber nach Frankreich, wo wir einen kurzen Stop auf einer Autobahnraststätte machten. Weiter gings dann durch die Hügel, rüber über den Col de Bonhomme nach Fraize. Da das letzte Stück des Weges ins Paradies steil und beschwerlich und nicht für jedes Fahrzeug geeignet ist, liessen wir dann auch ein Auto auf dem Parkplatz des Supermarktes in Fraize stehen. So verteilten wir die Fracht auf die anderen Autos und stockten sie noch ein wenig auf mit den Felix-, Whiskas-und Trockenfutter-Vorräten des Supermarktes.

So nahmen wir das letzte Stück zum Hof mit drei Autos in Angriff. Endlich begriff ich, warum man hier am besten mit 4x4 hochkommt. Die Strasse wurde immer schlechter und steiler und man musste seine ganzen Fahrkünste ausnutzen, um geschickt den Steinen und Rinnen auszuweichen. Endlich oben angekommen begrüssten uns schon ganz freudig die ersten Hunde. Ich muss zugeben, dass ich mich gleich in Mutzel verliebt habe, als ich ihn hier zum ersten Mal sah. Michael war auch schon da und begrüsste uns. Aber hey, wo war denn das dritte Auto? Yanic und Roger waren unterwegs stehen geblieben und kamen mit ihrem Auto nicht mehr weiter. So haben wir ein Auto ausgeladen und Stef holte sie dann ab während das andere Auto am Wegrand parkiert werden musste. Unterdessen war dann auch das restliche Futter und die anderen Spenden ausgeladen.

Bis sich alle Hunde und Menschen begrüsst haben, dauerte es dann ein Weilchen... (grins) Es kamen immer mehr Hunde dazu, die sich alle riesig über den menschlichen Besuch freuten und schliesslich musste ja jeder jeden begrüssen. Dann wurden natürlich auch noch Begrüssungs-Leckerlis verteilt und je mehr ich an meine (eine) allerliebste Dauerhunger-leidende Fressmaschine zu Hause dachte, erstaunte es mich wie hier (fast) jeder geduldig wartete, bis er an der Reihe ist. Die Manieren zu Tisch waren da schon etwas ungesitteter. Kein Wunder, es war ja auch zu interessant, was wir alles für das Pick-Nick aus unseren Taschen auspackten.

Während Franca, Stef und Roger Feuern machten und sich um den Grill kümmerten, unternahm der Rest mit Marion und einer Gruppe Hunden einen Spaziergang auf die obere Weide. Ich muss echt sagen, an diese Aussicht könnte ich mich locker gewöhnen. Auch die Hunde genossen den Ausflug auf ihre Weise und schnüffelten und rannten herum, was das Zeug hielt. Es war so schön zu sehen und zu wissen wie unbeschwert die Tiere hier in der Natur ihre Zeit verbringen dürfen. Es geht ihnen hier so gut, dass es sicher schon fast vergessen haben was einmal war und dass sie es nicht immer so schön hatten in ihrem Leben.

Zurück auf dem Hof war dann auch schon der Grill bereit und los gings mit unserem kleinen Grillplausch. Ich für mich konnte mich gar nicht aufs Essen konzentrieren, weil ich so sehr damit beschäftigt war, den Hunden zuzusehen. Dabei musste man sich vor einigen Schnüffelnasen hüten, die sich für unser „Futter“ interessierten. Andere hielten sich in genügendem Abstand und schauten sich das Treiben aus der Ferne an. Als dann auch noch Mozart, ein Neufundländer und richtiger Brummbär ankam, war ich endgültig hin und weg. Ich beendete meine Mahlzeit so schnell wie möglich, um mich die restliche Zeit den Hunden zu widmen und zu streicheln und kraulen, was das Zeug hielt.

Leider war unsere Besuchszeit viel zu früh zu Ende, aber schliesslich hatten wir ja noch einen langen Heimweg vor uns. Ich muss zugeben, dass ich mich kaum von den Tieren, der wunderschönen Natur und den lieben Menschen hier oben in den Vogesen trennen konnte. Zu gerne wäre ich noch ein bisschen länger geblieben und so freue ich mich schon auf den nächsten Besuch.

Marion und Michael, ich bewundere euch, wie ihr mit unglaublich viel Liebe diesen Gnadenhof und noch vieles andere nebenbei managt und euer Leben diesen Tieren widmet. Ihr habt schon so viele Tiere gerettet und ihnen ein besseres Leben ermöglicht. DANKE! Wir können euch nicht genug danken, aber wir können, so weit es uns möglich ist, eurem Beispiel folgen und euch dabei unterstützen.